Christliche Sederfeier am Gründonnerstag

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Am Gründonnerstag kamen wir zu einer christlichen Sederfeier zusammen – einem besonderen Abend, der die Wurzeln des Abendmahls sichtbar machte und zugleich Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenskontexten miteinander verband.

Die Sederfeier führte uns hinein in die jüdische Tradition, aus der das christliche Abendmahl hervorgegangen ist. Die Elemente des Sedertellers – Bitterkräuter, Salzwasser, Mazzen, das Lamm – erinnerten an den Auszug Israels aus der Knechtschaft und machten zugleich deutlich, wie Jesus diese Zeichen beim letzten Mahl mit seinen Jüngern neu gedeutet hat.

Gemeinsam betrachteten und erklärten wir die einzelnen Bestandteile des Sedertellers. Sie erzählten von Befreiung, Erinnerung und Hoffnung – und davon, wie Jesus diese Symbole in das Abendmahl hineinführte. So wurde spürbar, wie tief die christliche Tradition in der jüdischen verwurzelt ist.

Besonders bereichernd war die Vielfalt der Teilnehmenden:

  • Stiftsbewohner
  • Gäste aus anderen Kirchengemeinden
  • und zwei Männer aus Kenia, die erst wenige Tage zuvor angekommen waren

Die beiden stellten sich vor und wurden herzlich aufgenommen. Ihre Teilnahme verlieh dem Abend eine besondere Weite – ein lebendiges Zeichen dafür, dass Gottes Tisch groß genug ist für Menschen aus allen Nationen.

Im gemeinsamen Essen, im Hören der Texte und im Teilen der Symbole entstand eine Atmosphäre von Nähe und Dankbarkeit. Die Sederfeier machte erfahrbar, wie Glaube verbindet – über kulturelle, sprachliche und konfessionelle Grenzen hinweg.

Die christliche Sederfeier am Gründonnerstag war ein Abend voller Tiefe, Symbolkraft und echter Gemeinschaft. Sie führte uns an die Wurzeln des Abendmahls zurück und öffnete zugleich den Blick für die weltweite Verbundenheit der Christenheit. Ein bereicherndes Erlebnis, das uns dankbar in die Kar- und Ostertage hineingeführt hat.